Das bin ich

März 23, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Weißt du eigentlich, wie schnell die Tage vergehen, seit niemand mehr an ihnen zerrt und zieht – als würde niemand es für wichtig befinden. Du lässt ein Grinsen auf zerschundenen Lippen erscheinen und ich weiß, wie sehr es dir eigentlich weh tut, doch du entscheidest dich dafür, niemanden mehr Teil haben zu lassen. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Es ist still.

Oktober 15, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Hinter der Wand ertönen gedämpft Stimmen, ein Lachen, das Klirren von Gläsern. Aber es scheint weit weg, weit weg von hier und von mir. Das Radio ist aus und auch der Computer schweigt. Die Telefonleitung ist tot. Ich sitze an der vorderen Kante des Sofas, kralle meine Fingernägel in die harten Polster. Mir ist kalt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Bist in meine Welt eingebrochen, hast mich ausgeraubt.

September 9, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Nun finde ich etwas Zeit; stehle mir Ruhe, bevor die Nacht in meinen Kopf stürzt und jegliche Vernunft raubt. Meine Gedanken kreisen, zentrieren sich um deine Gestalt, die Schemenhaft vor mir tanzt, bis ich mein Gehirn überschwellen spüre. Das hier ist kein Traum, ich fühle wieder und es entzückt, verwirrt und verärgert mich zur gleichen Zeit.
Ich finde keinen Halt. Deine Augen habe ich nicht verloren, ich habe mich immer nach dir umgesehen und dir entgegengeblickt, in der Hoffnung, dich auffangen zu können. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Feuer.

Juli 31, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Wir brennen einander nieder, wie Kinder, die das Feuer nicht fürchten und die Konsequenzen nicht ahnen, die von Faszination und Neugierde jeder Moral beraubt werden. Wir sehen einander zu, wie wir in Flammen aufgehen und Herzen sich im schwarzen Griff winden, ohne nach Einhalt zu rufen. Ohne zu bitten, die Seele zu verschonen, deren Blick uns auf den Grund des Verstands fesselt. Denn was wir einst liebten, mehr als unser eigenes Leben, ist längst zum Fremden geworden. Und Stimmen sprechen zu uns, deren Sprache wir verlernt haben und nicht mehr beherrschen; die Muttersprache wurde zur fremden Amme, deren Brust uns nicht länger nähren kann.
Zwischen Tränen und Schmerz, Qual und Pein im Nacken, frage ich mich selbst, wie es kam, dass mein Herz dich nicht wiedererkennen kann, warst du doch einst der König davon. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Und dann.

Juli 18, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Als wüsstest du, was es heißt, zu lieben. Ewiglich zu lieben. Losgelöst von der Zeit, der wir die Macht rauben, eines Tages zu einem Pfahl zu werden, der uns entzweit.
Wir dachten wir wären Götter – ich dachte, ich wäre ein Gott. Fern von jeder Berührung, die mich in eine Realität werfen würde, der ich mit dem Tod entkommen war.
Einst ging ich nicht ins Licht, sondern wurde von der Dunkelheit verschlungen. Niemand wartete dort, niemand nahm mich in Empfang. Weder die Toten, noch die geistlichen Gebilde unserer Verzweiflung, die sich an der Religion laben. Sie alle waren ferner, als jemals zuvor. Und ich spürte nicht einmal Trauer deswegen. Ich spürte gar nichts.
Gefühle waren wie Gedanken, die sich nicht formen wollten und meinen Händen entglitten, wann immer ich danach griff. Alles verschwand in Finsternis. Alles wurde Finsternis. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Juni 22, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Vorsichtig hebe ich den heißen Becher an meine Lippen und nehme einen Schluck. Dabei verbrenne ich mir die Zunge, aber das ist es wert. Der dünne Dampf über der Flüssigkeit benebelt meinen Verstand mit unzähligen, mir unbekannten Düften und senkt sich mit einer Schwere auf mich herab die mich erdrückt. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Kälte

Juni 13, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

„Hilf mir.“
Du musst nicht sprechen, Gefühle nicht in Worte stecken, in denen sie jämmerlich eingehen; nein. Ich höre deine Stimme in mir. Immer. Dieses Flüstern, dein Flüstern, das sich mit jedem Herzschlag in mir ausbreitet. Du musst nicht sprechen, ich höre dich.

„Hilf mir.“ Verzweiflung klammert sich an deine Stimme, verleiht ihr das Zittern eines Kindes, das du längst nicht mehr bist. Du weißt es vielleicht nicht, aber ich würde alles für dich tun. Du bist der Grund, dass ich noch aufrecht stehe, während alles um mich, um uns herum zerbricht. In diesem Aschemeer habe ich nur dich. Du hast nur mich. « Den Rest dieses Eintrags lesen »