Du sortierst mich aus

April 1, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Meine Worte fliehen vor dir.
Du weißt es, du jagst sie schließlich. Immer Jäger, immer einer der nimmt und nichts lässt wie es ist. Ich weiß nicht, wohin ich mit meiner Angst soll. Du warst einmal mein Hort, ein sicherer Hafen meiner Ängste. Du hast mich einst aufgefangen und mich gehalten, als wäre ich ein kleiner Splitter deiner Seele und als würdest du nicht ohne mich überleben können. Jetzt sehe ich dich nicht mehr, ich kann dich nicht mehr fühlen, selbst wenn wir uns nah sein sollten. Wir sind. Aber wir leben nicht.
Wenn Dunkelheit deine Seele ist, will ich noch immer dein Gewand sein. Will glitzern in deinem Haar und springen über deine Zunge. Zwischen deinen Lungen mitatmen, deinen Herzschlag spüren wenn ich durch deine Rippen tanze. Ich will dir doch nur nah sein – immer noch. Du sagst, dass etwas nicht stimmt. Ich will antworten, dass alles stimmt. Du sagst, dass ich nicht mehr passe. Du sortierst mich aus. Du sortierst mich aus, wie ein Möbelstück. Wie eine Socke mit Loch. Ich, mit einem Loch dort, wo mein Herz hätte sein sollen.

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