Wenn Worte nicht reichen

April 9, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

In meinem Kopf nur Leere. Ich denke in Worten. Eine ständige Stimme aus dem Off, die mein Machen und Tun verschriftlicht, wie eine kleine Schreibmaschine, deren monotones Klacken meinen Alltag ausmacht, doch auf einmal ist der Klang ihrer Tasten verstummt. Auf einmal ist Leere dort, wo Worte sein müssten und ich habe dir nichts mehr zu entgegnen. Kann dir nicht länger widersprechen und muss akzeptieren, dass du im Recht bist. Deine Worte werden zu meinen, doch mein Denken kommt nicht hinterher. Es bleibt stehen, wiederholt immer wieder dieselben Silben, wie eine Schallplatte, die im Halbdunkeln eines nach kaltem Rauch riechenden Raums hängen geblieben ist. Ein anhaltendes Zucken, wenn sich wiederholt und wiederholt, aber nicht festsetzt.

„Es bleibt zu viel unausgesprochen. Unformuliert. Das ist mir noch nicht genug.“, deine Stimme, die mich zu mehr treibt, die versucht, der Schallplatte einen Schubs zu geben, damit die Tasten der Schreibmaschine wieder zu Klackern beginnen. Stattdessen stößt du mich mitten hinein in die Leere, die sich von meinem Kopf aus ausdehnt, mich wie dunstiger Morgennebel umschließt und den Tag in Trübheit taucht.

Worte reichen nicht mehr, um das Nebelkleid von meinem Körper zu streifen. Ich brauche deine Hand, doch alles, was du mir gibst, ist ein abfälliges Lächeln, denn du hilfst niemandem, der auch alleine gehen könnte und nur aus Angst verharrt.

 

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