Fremder.

April 25, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Du wirst mir fremder. Ich entferne mich von dir. Ziehe mich an einen Ort zurück, an dem mich niemand erreichen kann, auch du nicht, obwohl ich dir sonst immer eine Hand reichte. Eine Hand, die dich zu mir führen konnte, wenn du denn wolltest, weil du der Einzige warst, den ich bei mir ertragen konnte. Doch jetzt bleibt meine Hand geschlossen an meiner Seite, wenn ich verschwinde. Wenn ich die Mauer um mich herum höher ziehe, keine Lücken lasse, durch die du kriechen könntest, weil ich dich mit ausschließe. Denn du bist nicht mehr, was du mal warst. Du hast mich verloren. Ich ließ dich verlieren; im gleichen Zuge, wie ich mich selbst verlor.

Jetzt bist du einer von ihnen. Einer von denen, die ich ausschließe.

Es tut weh, dich los zu lassen. Meine Hände für mich zu behalten und dich vorbei gehen zu sehen, statt nach dir zu greifen. Während ein Teil meines Herzens hilflos in deine Richtung fliegt, um sich mit zitternden Schlägen an deiner Schulter zu betten, verweigert sich der Rest. Will nicht mehr hoffen und klammern, will nicht mehr leiden und warten, sondern loslassen, sich frei machen und leise schweigend immer kleiner werden, bis auch davon nichts mehr geblieben ist.

Bis alles in mir so winzig geschrumpft ist, dass ich nicht mehr bin. Nicht mehr sein muss und verloren gehe, weil du mein Halt bist. Noch. Und ich nicht weiß, ob ich noch gehalten werden will.

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