Flashbacks

Juni 6, 2011 § Ein Kommentar

Meine Beine sind schwer, alles dreht sich, ich denke nicht, dass ich noch aufstehen kann.
„Weißt du, ich hasse dich w-w-w-wirklich“, grinse ich und mein Oberkörper kippt, meine Hand auf deinem Knie und alle lachen. Ich weiß, ich hab zu viel getrunken, ihr Lachen zehrt an meinem Grinsen und an meinem Aufrechtsein. Gedanken. Es tut weh, als du meine Hand fort schiebst und „Ja ja“ lachst. „Nächstes Mal nicht so viel trinken.“ « Den Rest dieses Eintrags lesen »

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Davongetrieben

Juni 2, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich fühl mich ausgeschlossen aus deinem Leben. Endlose Debatten darüber, dass du mir keine Informationen gibst. Dass du dich vor mir verschließt und es nicht für nötig erachtest, mir zu erzählen, wie dein Tag war. Was du getrieben hast. Mit wem du unterwegs warst und welche Gedanken deinen Kopf wie neugeborene Völker besiedeln. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Mit gebrochenen Beinen

Mai 23, 2011 § Ein Kommentar

Bin taub für all die positiven Aspekte, die mein Verstand immer wieder auflistet, als würde es etwas bewirken. Als könnten sich die Dinge dadurch von allein ändern – aus falschen Tatsachen werden Wahrheiten. Doch die einzige und pure Wahrheit ist, dass sich nichts ändert. Die Nacht bleibt dunkel, selbst wenn mein Körper mir sagen will, dass es noch nicht um Schlaf gehen kann. Schlaf ist furchtbar weit weg in diesem Augenblick. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wut

Mai 20, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein bestialischer Schrei erfüllt die Luft, berührt zischend die dunklen Wolken über uns, so nah und doch so fern. Er fordert Vergeltung, Rache. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Reißen und in Splitter schlagen

Mai 17, 2011 § Ein Kommentar

Heute küsst du einfach meine Handgelenke. So sanft und ohne Gier, dass ich denke, du würdest wirklich etwas fühlen. Als hätte sich alles geändert – du weißt schließlich, dass ich an Wunder glaube, an kleine, bunte Einhörner und etwas, das Fremde einst ‚Glück‘ nannten. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Lähmung

Mai 15, 2011 § Ein Kommentar

Manchmal explodieren meine Gedanken, wachsen zu pulsierenden Befürchtungen an und ich weiß nicht, wo ich beginne und wo ich ende. Blasen vor meinen Augen, auf meinen Lidern, brodelnder Leerkörper. Und meine Hände schmerzen, wenn ich mit ihnen die Seiten deines Tagebuches umblättere. Augen, die sich nicht an das Dämmerlicht gewöhnen wollen, dabei ist es alles, das mich noch vor dem Wahnsinn schützt.

Manchmal weiß ich nicht, wo ich mit dem Tilgen anfangen soll. Die Nacht nimmt meine Gedanken, macht aus ihnen Wünsche, Hoffnungen, Verbesserungen. Doch ich weiß, sobald der erste Morgen anbricht und jungfräuliche Lichtstreifen flimmernd durch meine Fenster schickt, werden sie nur noch Nachbeben sein. Und du warst ihr Bringer, Bote schmerzender Kunde. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Ein Anfang

Mai 13, 2011 § 2 Kommentare

Ich lerne mich lieben. Es hat lange gedauert, bis ich an diesen Punkt gekommen bin. Für manche scheint es zum Erwachsenwerden dazu zu gehören, während andere von Geburt an dieses kleine „Ich“-Gen besitzen, das sie antreibt und ihnen immer wieder versichert, etwas besseres zu sein. Jemand zu sein, der etwas wert ist. Jemand, der kein wandelndes Nichts ist, das nur über die Gefühle der anderen lebt und sich nicht traut, eigene zu entwickeln, sich aus dem Fenster zu lehnen und den Schmerz ebenso laut in die Nachbarschaft zu schreien, wie die Freude für andere. Das Einzige, was ist, ist das offene Fenster, das auf Schreie wartet, während mein Mund immer verschlossen blieb und nicht bereit war, Schwächen einzugestehen, die mich noch wertloser gemacht hätten, als ich mich ohnehin schon fühlte. « Den Rest dieses Eintrags lesen »